Der neue Anfang ist gemacht: Martin Antretter ist seit dem 1. Mai 2026 neuer Bürgermeister von Burglengenfeld. Der neu gewählte Stadtrat hat mit der konstituierenden Sitzung am 12. Mai 2026 ebenfalls seine Arbeit aufgenommen.
Martin Antretter (SPD) hatte sich in der Stichwahl am 22. März 2026 mit 57,4 Prozent der Stimmen gegen Michael Schaller (CSU) durchgesetzt. Aus der Wahl für den Burglengenfelder Stadtrat am 8. März 2026 war die SPD mit 30,8 Prozent – in absoluten Zahlen mit 47.034 Stimmen – als stärkste Kraft hervorgegangen. Sie stellt ebenso wie die CSU nunmehr sieben Stadträtinnen und Stadträte. Das sind – neu – Kerstin von Brincken und Melanie Röhl sowie die wiedergewählten Stadträte Hans Deml, Sebastian Bösl, Peter Wein, Siegfried Klopp und Michael Hitzek.
Antretters Appell: Zusammenhalten!
Martin Antretter dankte den Wählerinnen und Wählern herzlich für ihr Vertrauen. In der konstituierenden Sitzung des Stadtrats erinnerte der neue Bürgermeister alle politischen Kräfte an den besonderen Wert des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Gerade in aktuell herausfordernden Zeiten mit Kriegen, Krisen und Konflikten auf beinahe der ganzen Welt hätten die Bürgerinnen und Bürger sensible Antennen für Verlässlichkeit, Zusammenhalt und ein funktionierendes Gemeinwesen vor Ort. Die ein oder andere Kontroverse gehöre auch zur Kommunalpolitik und werde sich nicht vermeiden lassen. Generell aber appellierte Antretter an alle Mitglieder des Stadtrats, sich nicht im Kleinklein zu verlieren, sondern das große Ganze – nämlich die positive Entwicklung der Heimatstadt – im Blick zu haben.
Sebastian Bösl ist 2. Bürgermeister
In seiner konstituierenden Sitzung wählte der Stadtrat Sebastian Bösl (SPD) zum 2. Bürgermeister und Thomas Hofmann (CSU) zum 3. Bürgermeister. Michael Hitzek, stellvertretender Sprecher der SPD-Fraktion, räumte ein, die SPD habe zunächst Gregor Glötzl (BWG) für das Amt des 3. Bürgermeisters favorisiert. Hitzek betonte, er wolle nicht aus vertraulichen Gesprächen mit anderen politischen Kräften plaudern, die bis zum Tag vor der konstituierenden Sitzung geführt worden seien. Letztlich gehe es in der Demokratie um verlässliche Mehrheiten. „Die SPD-Fraktion allein hatte nicht die nötigen Mehrheiten für die Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter. Wir mussten daher Kompromisse machen“, so Hitzek.
Kerstin von Brincken, ebenfalls stellvertretende Sprecherin der SPD-Fraktion, betonte, inhaltlich sehe die SPD weiterhin mit der BWG die größten Schnittmengen für die Gestaltung einer positiven Zukunft der Stadt. Das wolle man in persönlichen Gesprächen nochmals deutlich machen.
Klare Kante gezeigt
Egal ob Verwaltungsrat der Stadtwerke, Aufsichtsrat der Stadtbau GmbH oder Zweckverband Städtedreieck: Die Mitglieder der SPD-Fraktion, zu der als kooptiertes Mitglied auch Alexander Schön (Die Linke) gehört, stimmten konsequent gegen die Entsendung von AfD-Vertretern in diese Gremien. „Ich denke, wir sind auch dafür gewählt worden, dass wir im Wahlkampf klar auf Distanz zur AfD gegangen sind“, erläuterte dazu der neue Fraktionssprecher Hans Deml.
Zusammen mit Bürgermeister Martin Antretter wolle man nun möglichst schnell den Fahrplan für die nächsten sechs Jahre abstecken und zukunftsorientierte Kommunalpolitik auf den Weg bringen.